ANIMAL CROSSING

Wenn man die Geschichte von "Animal Crossing" erzählen möchte, dann ist der Anfang ein bisschen schwierig. Das kommt daher, dass das Spiel zunächst Japan-exklusiv bleiben sollte, weil Nintendo nicht glaubte, dass es im Rest der Welt gut ankommen würde. In Fernost erschien "Animal Crossing" am 14. April 2001 unter dem Titel "Dobutsu no Mori", was übersetzt so viel wie "Wald der Tiere" bedeutet - daher bekam das Spiel von Fans damals auch den inoffiziellen übersetzten Titel "Animal Forest" verpasst. "Dobutsu no Mori", übrigens für das Nintendo 64, erfreute sich in Japan grösster Beliebtheit, tatsächlich wusste man aber im Rest der Welt noch nicht allzu viel damit anzufangen. Der Import-Test der N-Zone war damals gerade einmal eine halbe Seite lang, und auf eine Wertung verzichtete man aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse komplett, stattdessen liess sich der damalige Redakteur mehr als ausführlich darüber aus, dass ihm das Spiel viel zu bunt sein - äh, ja? Zugegeben, "Dobutsu no Mori" ist nicht gerade in Grautönen gehalten, aber es gibt Spiele, bei denen die Augenkrebs-Gefahr deutlich höher ist!

Im September 2002 kam das Spiel dann unter dem Namen "Animal Crossing" in die USA, und zwei Jahre später, am 24. September 2004 und nach heftigen Fan-Protesten, endlich auch noch nach Europa. Bei uns erschien das Spiel allerdings für den Gamecube, was eine leicht verbesserte Grafik zur Folge hatte. In den USA wurde zudem eine Unterstützung für den eCard Reader integriert, die es euch ermöglicht, spezielle Items zu erhalten. Weil aber der eCard Reader nie nach Europa schaffte, wurde auch besagtes Features bei uns direkt wieder entfernt. In Japan hingegen erschien am 27. Juni 2003 eine geupdatete Version unter dem Titel "Dobutsu no Mori e+", um auch den japanischen Fans die eCard-Items nicht vorzuenthalten. Nur der Europäer guckt mal wieder in die Röhre.

Zumindest werden wir aber seit dem zweiten Teil nicht mehr so stiefmütterlich behandelt, was die Release-Termine angeht: "Animal Crossing Wild World" für den Nintendo DS erschien in Japan am 23. November 2005 und bei uns nur vier Monate später am 31. März 2006 - vier Monate sind zwar auch noch ganz schön lang, aber deutlich besser als drei Jahre! "Wild World" ist nun auch das erste Animal Crossing, das ihr online zocken könnt, wobei sich das Multiplayer-Feature auf die blosse Möglichkeit der gegenseitigen Besuche beschränkt. Was ihr dann aber gemeinsam tut, ist euch überlassen. Handel mit Items und gegenseitige Hilfe bei der Gartenarbeit ist jetzt aber durchaus möglich, und mit ein bisschen Kreativität kann man sich auch kleine Spiele wie Schatzsuchen oder Wettrennen ausdenken.

Für die Wii erschien pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2008 "Animal Crossing: Let's Go to the City": In Japan am 20. November, bei uns nur zwei Wochen später am 5. Dezember. Das Spiel wurde zusammen mit dem Mikrofon "Wii Speak" ausgeliefert, welches den Spielern auch Audio-Kommunikation ermöglichte. Was das Spiel an sich betrifft, wurde euer kleines Dorf hier um eine grössere Stadt ergänzt, die in kurzer Entfernung liegt und per Bus erreichbar ist. In der Stadt findet ihr feste Läden von Charakteren, die in den Vorgängerspielen nur gelegentliche Besucher waren, etwa den Nobelladen Grazias Grazie.

Ein kleines Gastspiel auf der Wii U, das gern vergessen wird, ist "Animal Crossing - Ein süsser Tag". Dieses Minispiel ist Bestandteil von "Nintendo Land" und ein ausschliesslicher Multiplayer-Titel. Bis zu vier Spieler laufen durch ein Dorf und sammeln Süssigkeiten ein, die überall herumliegen. Ein weiterer Spieler sitzt am Gamepad und steuert den Wärter, der versuchen muss, die anderen Spieler einzufangen.

Der letzte richtig neue Teil ist schliesslich "Animal Crossing New Leaf" für den Nintendo 3DS. In Japan erschien es bereits am 8. November 2012, bei uns erst am 14. Juni 2013, also vor gut einem Monat. Hier seid ihr nun kein normaler Dorfbewohner mehr, sondern niemand geringeres als der Bürgermeister. Dies bietet euch eine Möglichkeiten, auf das öffentliche Leben in der Stadt Einfluss zu nehmen, befreit euch aber natürlich auch nicht ganz von euren gewohnten Pflichten wie das Abbezahlen sämtlicher Hauskredite. Neben dem normalen Multiplayer-Modus unterstützt "New Leaf" nun auch Street Pass: Fremde Spieler, denen ihr zufällig in der Stadt begegnet, ziehen in das AdsH-Musterdorf ein, wo ihr ihre Häuser besichtigen und Teile ihrer Einrichtung bewundern könnt. Ausserdem habt ihr die Möglichkeit, mit Hilfe des Schlummercodes euer ganzes Dorf mit der ganzen Welt zu teilen.


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