SUPER MARIO RUN

Nach "Pokémon Go" und "Fire Emblem Heroes" kommt nun mit "Super Mario Run" das dritte große Nintendo-Franchise auf die Smartphones. Für iOS kam das Spiel bereits im Dezember 2016 heraus, und mit dem Android-Release am 23. März 2017 ist das Spiel nun endlich auch für den Großteil der Smartphone-Besitzer verfügbar. Dabei könnt ihr euch die App im Prinzip kostenlos herunterladen, dürft dann aber nur die erste Welt zocken - quasi als Demo. Wer jedoch in den Besitz aller Level kommen möchte, der muss einmalig knapp 10 Euro löhnen. Danach war's das dann aber auch mit Geld ausgeben, weitere versteckte Kosten gibt es in "Super Mario Run" nicht.

Optisch erinnert "Super Mario Run" an ein klassisches 2D-Jump'n'Run, die Grafik ist mehr als deutlich von der "New Super Mario Bros."-Reihe entliehen. Die Besonderheit im Gameplay ist aber, dass Mario von alleine rennt. Die Geschwindigkeit anpassen oder gar die Richtung wechseln ist also Fehlanzeige. Eure einzige Aktionsmöglichkeit ist das Auslösen eines Sprungs, indem ihr einfach auf den Bildschirm tippt. Aber Nintendo wäre nicht Nintendo, wenn es so simpel wäre: Selbstverständlich beherrscht der Klempner diverse Sprung-Techiken, angefangen beim guten alten Wandsprung. Je länger ihr auf den Bildschirm drückt, desto höher springt Mario, und es ist unter Umständen auch möglich, sich an Kanten hochzuziehen oder Gegner im Bocksprung zu überwinden. Die Level an sich zu meistern, ist keine großes Herausforderung, wer aber auch alle Reichtümer einheimsen will, der muss die kniffligsten Sprünge beherrschen.

Insgesamt stellt euch das Spiel vor sechs Welten á vier Level, insgesamt also 24 Level. Wer dabei einfach nur stur vom Start zum Ziel rennt, ohne auf sonst etwas zu achten, der ist als halbwegs geübter Mario-Spieler gerade mal ein knappes Stündchen beschäftigt. Komplettisten versuchen aber, in jedem Level unterwegs die fünf roten Münzen einzusammeln, um einen 100 %-Spielstand zu schaffen.

Abseits dieses Solo-Abenteuers ist die so genannte Toad-Rallye die zweite große Baustelle des Spiels. Hier springt ihr im Wettkampf gegen einen anderen menschlichen Spieler durch einen Level und versucht, so viele Münzen wie möglich zu sammeln, wobei es zusätzliche Pluspunkte für geschickte Sprungtechniken und besiegte Gegner gibt. Der Sieger bekommt am Ende ein paar Toads vom Gewinner, die dann in dessen virtuelles Königreich einziehen.

Das Königreich ist der dritte und letzte Part des Spiels: Eine Miniatur-Ausgabe der zahlreichen Aufbauspiele, die es in unzähligen Varianten im Play Store gibt. Hier habt ihr die Möglichkeit, euer eigenes kleines Pilz-Königreich aufzubauen, wobei ihr neue Objekte mit den Münzen bezahlt, die ihr zuvor in den Leveln gesammelt habt - zusätzliches Ausgeben von Echtgeld ist lobenswerterweise nicht notwendig. Um einige spezielle Häuser zu platzieren, benötigt ihr aber eine ausreichende Anzahl an Toads, die ihr eben vorher in der Toad-Rallye gewinnen müsst. Und diese Gebäude schalten dann verschiedene weitere spielbare Charaktere frei, etwa zahlreiche bunte Yoshis oder auch Luigi.

Nintendo hat die Sache mit "Super Mario Run" sehr geschickt gelöst: Durch den kostenlosen Basis-Download hat jeder die Chance, in das Spiel hinein zu schnuppern, ob es ihm Spaß macht. Danach kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er sich die Vollversion leisten möchte. Wer einfach nur einmalig durch das Haupt-Abenteuer rennen will, den erwartet nur ein sehr kurzes Vergnügen. Wer aber Spaß am Wettkampf hat, für den wird es sich schon allein deshalb lohnen, um immer wieder in der Toad-Rallye gegen geübte Gegner anzutreten.

Entwickelt wurde "Super Mario Run" von Mario-Meister Shigeru Miyamoto persönlich als Produzent sowie Takashi Tezuka als Designer. Die durchschnittliche Wertung liegt knapp über 70 %, ich persönlich würde vermutlich sogar ein wenig höher gehen.


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