ZELDA - MAJORA'S MASK

Kibo Alaaf! An Karneval zieht man sich Masken auf, deshalb gibt's heute ein Spiel, das sich um eine Maske dreht!
"Zelda - Majora's Mask" erschien zum ersten Mal am 27. April 2000 für das Nintendo 64, und zwar in Japan. In den USA folgte der Release am 26. Oktober, in Europa am 17. November. Im Jahr 2003 wurde das Spiel im Rahmen der "Zelda Collector's Edition" für den Gamecube neu veröffentlicht, zusammen mit "Ocarina of Time" und den beiden NES-Klassikern. 2009 kam das Spiel dann auch für die Virtual Console heraus. Spielmechanisch unterscheidet sich "Majora's Mask" nicht von "Ocarina of Time", es wurde die gleiche Game Engine übernommen und lediglich modifiziert. Das kommt daher, dass Miyamoto nach dem grossen Erfolg von "Ocarina of Time" den Auftrag bekam, eine modifizierte, schwierigere Version des Spiels zu entwickeln. Miyamoto bat darum, stattdessen ein völlig neues Zelda-Spiel erschaffen zu dürfen. Später übertrug Miyamoto diese Aufgabe dann allerdings an Eiji Aonuma. Der Arbeitstitel war übrigens "Zelda Gaiden", was so viel wie "Zelda Side Story" bedeutet.
Diese "Side Story" beginnt mit einem Ritt von Link durch die Wälder von Kokiri, als plötzlich ein Horror Kid auftaucht und unserem Helden die Ocarina und Epona klaut. Bei der Verfolgung des Diebes wird Link ebenfalls in ein Horror Kid verwandelt und findet sich in Termina wieder, wo die Bevölkerung sich gerade auf Karneval vorbereitet - zumindest der Teil der Bevölkerung, der nicht geflohen ist, denn das Horror Kid hat dafür gesorgt, dass der Mond auf die Erde fallen wird. Der Einschlag soll in drei Tagen stattfinden. Link gelingt es allerdings, die Ocarina zurück zu erlangen, womit er die Möglichkeit erhält, drei Tage in der Zeit zurück zu reisen. Nun ist es die Aufgabe des grün bekleideten Kokiri, die vier Giganten zu wecken, die gemeinsam stark genug sind, um den Mond am Himmel zu halten.
"Majora's Mask" ist das bisher einzige Zelda-Spiel, das ihr unter Zeitdruck spielt und nicht ewig Zeit habt, um die riesigen Tempel zu erforschen. Denn ihr habt immer nur drei Tage Zeit, um einen der Giganten zu wecken, was im Spiel 72 Minuten entspricht. Ist die Zeit abgelaufen, zertrümmert der Mond Unruh-Stadt und Link wird an den Anfang seiner Zeitschleife zurück versetzt, wodurch alle seine Items verloren gehen und er von vorne anfangen muss. Dieser Zeitdruck, unter dem der Spieler leidet, ist übrigens quasi die Rache der Entwickler, die ebenfalls unter grossem Zeitdruck arbeiten mussten. Die japanische Version ist sogar noch ein wenig unfertig, manche Details wurden erst für die US- und EU-Version nachträglich noch hinzu gefügt.
Genau wie "Ocarina of Time" wurde auch "Majora's Mask" inzwischen als Manga auf deutsch veröffentlicht. Er füllt lediglich einen einzigen Band und erschien bei Tokyopop. Zeichner ist, wie bei allen anderen Zelda-Mangas, Akira Himekawa.
Und noch eine Anekdote: In dem Wii-Spiel "Wo die Wilden Kerle wohnen" gibt es eine Anspielung auf "Majora's Mask", die in der Film-Vorlage nicht vorkommt. Gegen Mitte des Spiels machen sich die Wilden Kerle Sorgen, dass der Mond auf die Erde fallen könnte. Um das Unheil abzuwehren, beschliessen sie dann übrigens, einen Turm zum Mond zu bauen ... auch diese Idee kennen wir aus einem anderen Spiel, oder?
Natürlich ist "Majora's Mask" ein geniales Zelda-Spiel, das man aber aufgrund des Zeitdrucks nicht mit der gewohnten Ruhe angehen kann. Mit Zeitdruck im Nacken durch Zelda-Tempel hechten zu müssen, ist zumindest ungewöhnlich. "Ocarina of Time" ist im direkten Vergleich besser, aber wer das Ocarina-Abenteuer durchgespielt hat und sofort weiter zocken will, macht mit "Majora's Mask" absolut nichts verkehrt!
Fazit: Kamelle, der Link kütt! Unruh-Stadt Alaaf! ^^


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