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Comics Schlumpf-Comics in Deutschland

Fix und Foxi - 21. Jahrgang, Band 22 Die deutschen Comicleser konnten von den Schlümpfen zum ersten Mal am 28. März 1969 etwas sehen. An diesem Tag erschien Fix und Foxi, 17. Jahrgang, Band 14 - und darin kam das Johann-und-Pfiffikus-Abenteuer Die Schlümpfe und die Zauberflöte zum Abdruck. Damals unter dem Titel Prinz Edelhart und die Schlümpfe, und als Fortsetzungsgeschichte in elf Teilen.

Die Schlümpfe schlumpften sich schnell zu den heimlichen Stars in Fix und Foxi, waren mehr als einmal prominent auf dem Titlebild vertreten, und Anfang 1977 hiess das Heft sogar kurzzeitig Fix und Foxi und die Schlümpfe. Ein Grossteil der originalen Schlumpf-Comics von Peyo kam in Fix und Foxi zum Abdruck, oft allerdings in mehrere Teile gesplittet, da der Platz im Heft ziemlich begrenzt war. Später wurden die Geschichten aber in verschiedenen Fix und Foxi Alben nachgedruckt, hier nun am Stück - und teilweise mit völlig anderem Text in den Sprechblasen. Überhaupt übersetzte der Kauka-Verlag mehr als frei, was aber teilweise gerade den Charme dieser Epoche ausmachte.

Das deutsche Wort "Schlumpf" wurde übrigens von Peter Wiechmann erfunden. Er war von 1968 bis 1974 Geschäftsführer des Kauka-Verlages, vergass aber, sich seine schlumpfige Namenskreation schützen zu lassen, so dass die blauen Zwerge auch bei anderen Verlagen unter diesem Namen schlumpfen konnten. (In Fix und Foxi erschienen auch viele andere frankobelgische Comics, oft wurde aber bei der späteren Alben-Veröffentlichung der Name geändert. Das Marsupilami hiess damals z.B. Kokomiko.)

Folgende längere Schlumpf-Comics wurden (neben diversen Einseitern und kuriosen Eigenproduktionen) in Fix und Foxi abgedruckt. Dabei geben wir auch an, wie der entsprechende Comic bei der späteren Alben-Veröffentlichung heisst.

  • 17. Jg., Bd. 14 - 24: Prinz Edelhart und die Schlümpfe (Johann und Pfiffikus - Die Schlümpfe und die Zauberflöte)
  • 17. Jg., Bd. 25 - 28: Die schwarzen Schlümpfe (Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe)
  • 17. Jg., Bd. 29 - 31: Der fliegende Schlumpf (Der fliegende Schlumpf)
  • 17. Jg., Bd. 32 - 34: Der gefangene Schlumpf (Der Schlumpfdieb)
  • 17. Jg., Bd. 35 - 42: Der Oberschlumpf (Schlumpfissimus, König der Schlümpfe)
  • 17. Jg., Bd. 43 - 45: Schlumpfonie in C-Dur (Schlumpfonie in C)
  • 17. Jg., Bd. 46 - 18. Jg., Bd. 3: Das verwunschene Land (Johann und Pfiffikus - Im verwünschten Land)
  • 18. Jg., Bd. 5 - 12: Schlumpfinchen (Schlumpfine)
  • 18. Jg., Bd. 13 - 17: Die Schlümpfe in Not (Die Schlümpfe in Not)
  • 18. Jg., Bd. 26 - 29: Der falsche Schlumpf (Der falsche Schlumpf)
  • 18. Jg., Bd. 50 - 19. Jg., Bd. 6: Die Schlümpfe und der Kraakukass (Die Schlümpfe und der Krakakas)
  • 19. Jg., Bd. 15 - 18: Ein Schlumpf spielt nicht mehr mit (Kein Schlumpf wie die anderen)
  • 19. Jg., Bd. 45 - 20. Jg., Bd. 2: Der Weltraumschlumpf (Der Astronautenschlumpf)
  • 20. Jg., Bd. 17 - 21: Alle Wetter (Die Schlümpfe und die Wettermaschine)
  • 20. Jg., Bd. 50 - 21. Jg., Bd. 3: Der Zauberschlumpf (Der Zauberschlumpf)
  • 21. Jg., Bd. 5: Eine Falle für die Schlümpfe (Die Schlumpffallen)
  • 21. Jg., Bd. 22 - 24: Der hundertste Schlumpf (Der hundertste Schlumpf)
  • 22. Jg., Bd. 1 - 5: "Korkenschlumpf" oder "Schlumpfzieher"? (Rotschlümpfchen und Schlumpfkäppchen)
  • 22. Jg., Bd. 50 - 51: Der große Hunger (Die Schlümpfe in Not) - Wiederholung!
  • 24. Jg., Bd. 32: Eine schlumpfige Begegnung - Crossover mit Die Minimenschen
  • 24. Jg., Bd. 35: Schlümpfe schlumpfen und Mümpfe mumpfen - Schlumpf-Parodie von Marc Wasterlain
  • 24. Jg., Bd. 37: Ko(s)mische Würstchen schlumpfen ALL die Probleme - Schlumpf-Parodie von Guy Counhaye und Raoul Cauvin
  • 25. Jg., Bd. 2: Schlumpfnapping - Crossover mit Die Abenteuer von Sophie
  • 25. Jg., Bd. 4: So ein Schliftick - Crossover mit Die Gifticks
  • 25. Jg., Bd. 11 - 15: Ein schlumpfiges Süppchen (Die Schlumpfsuppe)
  • 31. Jg., Bd. 16 - 17: Die Schlümpfe und der weiße Hase (Ein schlumpfiges Fest)
  • 31. Jg., Bd. 18 - 19: Der verhexte Garten (Ein schlumpfiges Picknick)
  • 31. Jg., Bd. 20 - 21: Herzlichen Glückschlumpf (Der Bastelschlumpf)
  • 31. Jg., Bd. 22 - 23: Der unsichtbare Gurgelhals (Schlumpfmalerei)
  • 31. Jg., Bd. 36: Eine Falle für die Schlümpfe (Die Schlumpffallen) - Wiederholung!
  • 31. Jg., Bd. 37 - 39: Der Tanz der hundert Schlümpfe (Der hundertste Schlumpf) - Wiederholung!

Schlümpfe Kiosk-Comics von Semic Die Comic-Alben der Schlümpfe erschienen ab 1979 bei Carlsen - und nicht nur sie! Zusammen mit den Schlümpfen brachte der Carlsen Verlag einen Grossteil von Peyos Comic-Universum nach Deutschland: Johann und Pfiffikus (ab 1979), Benni Bärenstark (ab 1980) und Pussys Abenteuer (ab 1980).

Die Schlümpfe brachten es bei ihrem ersten Durchgang bei Carlsen auf 13 Bände. Zudem veröffentlichte Carlsen (ab Band 3: Semic) von 1982 bis 1984 eine erste Kiosk-Reihe im Softcover zum kleineren Preis. Die 12 Bände sind an ihrem gelben Einband zu erkennen und enthalten die Abenteuer der "richtigen" Alben in willkürlich durcheinander geschlumpfter Reihenfolge, nämlich in der folgenden:

  1. Das Zauberei und die Schlümpfe
  2. Schlumpfissimus, König der Schlümpfe
  3. Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe
  4. Die Schlümpfe und der Krakakas
  5. Hokuspokus Gurgelhals (Der Schlumpfdieb)
  6. Rotschlümpfchen und Schlumpfkäppchen
  7. Kein Schlumpf wie die anderen
  8. Der Astronautenschlumpf
  9. Falsche Formeln schlumpfen schlecht (Der Zauberschlumpf)
  10. Die Schlumpfsuppe
  11. Die Schlümpfe und die Wettermaschine
  12. Schlumpfine

Die Schlümpfe von Bastei, Nr. 1 Eine richtige Kiosk-Ausgabe der Schlümpfe erschien ab 1991 bei Bastei. Nachdem der Verlag bereits 1980 den einmaligen Einzelband Wettkampf der Schlümpfe (d.i. Die Schlumpf-Olympiade) veröffentlicht hatte, erschien im Januar 1991 die erste Ausgabe des Kiosk-Magazins Die Schlümpfe zu einem Cover-Preis von schlumpfig günstigen 2 DM. In jedem Heft waren ein 8-seitiger Schlumpf-Comic sowie ein bis zwei Einseiter zu finden, ferner gab es kurze Schlumpf-Geschichten als richtigen Text, kindgerechte Schlumpf-Rätsel, Wissenswertes aus der Welt der Tiere (präsentiert vom Naturschlumpf) sowie gelegentlichen Abdruck von Peyos Comic-Reihen Pussy oder Benny und die Lampe.

Bei monatlicher Erscheinungsweise brachten es Die Schlümpfe auf insgesamt 132 Hefte plus zwei Sonderhefte, bevor im Januar 2002 schliesslich die letzte Ausgabe an den Zeitschriftenhandel ausgeliefert wurde.

Längere Abenteuer hatten in den Schlumpf-Heften freilich keinen Platz. Im Gegensatz zu Fix und Foxi wurden diese nun nicht mehr als Mehrteiler abgedruckt, stattdessen startete auch Bastei eine Alben-Reihe, die es von 1992 bis 1995 auf insgesamt zehn Alben schlumpfte und sogar einige Erstveröffentlichungen vorweisen konnte, nämlich die beiden brandneuen Abenteuer Der Finanzschlumpf und Der Schmuckschlumpf. Insgesamt erschienen folgende Bastei-Alben:

  1. Eiszeit im Schlumpfland (vier Kurzgeschichten)
  2. Olympiade der Schlümpfe
  3. Der Flieger-Schlumpf (vier Kurzgeschichten aus Comic-Album 14
  4. Ein Geschenk für den Maulwurf (vier Kurzgeschichten aus Comic-Album 15)
  5. Der Finanzschlumpf
  6. Der Lehrlingsschlumpf (Der Zauberschlumpf)
  7. Die Schlumpfsuppe
  8. Der Schmuckschlumpf (Der Juwelenschlumpf)
  9. Der Roboschlumpf (aus Comic-Album 13)
  10. Der Astronautenschlumpf

Click-Clack brachte 1996 einen einmaligen Sonderband mit dem Titel Der Ferien-Schlumpf an den Kiosk, der mit einigen Achtseitern und schlumpfigen Rätseln die Kinder in den Sommerferien beschäftigen sollte.

FAZ Comic-Klassiker - Die Schlümpfe 2005 schliesslich brachte die Frankfurter Allgemeine Zeitung in 20 Bänden die Reihe Klassiker der Comic-Literatur heraus. In jedem Band wurde ein wichtiger Comic durch Abdruck repräsentativer Episoden einer breiteren Öffentlichkeit nahe gebracht. Band 14 wurde den Schlümpfen gewidmet - Käufer des Buches erhielten zum schlumpfig kleinen Preis (knapp 5 Euro) einen mehr als gelungenen Querschnitt durch neue und alte Schlumpf-Geschichten. Es fiel allerdings auf, dass hier plötzlich die Namen der Comic-Schlümpfe an die aus der Zeichentrickserie angeglichen wurden. Der Brillenschlumpf heisst nun also nicht mehr Brillenschlumpf, sondern Schlaubi - wie im Fernsehen! Toonfish verriet später, dass dies eine Vorgabe war, an die sich die Verlage halten mussten. Sinn und Zweck dürfte vermutlich die Vereinheitlichung sein.

Folgende Geschichten enthält der Schlumpf-Band der FAZ:

  • Johann und Pfiffikus - Die Schlümpfe und die Zauberflöte
  • Der Schwarzschlumpf
  • Der fliegende Schlumpf
  • Schlumpfine
  • Die Schlümpfe und der Krakakas
  • Der Finanzschlumpf
  • Zu viel des Guten (Vierseiter von 2000)
  • Die Schlümpfe und die wilden Riesenmöhren (Achtseiter von 2000)
  • Die Schlümpfe und der kleine Drache (Vierseiter von 2000)

Und für alle, die es interessiert: Insgesamt erschienen in der Reihe Klassiker der Comic-Literatur die folgenden Comics:

  1. Superman
  2. Die Peanuts
  3. Prinz Eisenherz
  4. Die Fantastischen Vier
  5. Donald Duck
  6. Strizz
  7. Batman
  8. Tarzan
  9. Blueberry
  10. Hägar
  11. Corto Maltese
  12. Die Simpsons
  13. Will Eisner
  14. Die Schlümpfe
  15. Spiderman
  16. Micky Maus
  17. Dilbert
  18. Gaston
  19. Fritz the Cat
  20. Lucky Luke

Die Schlümpfe Kino-Special von Toonfish Und jetzt, seit 2011, erscheinen die Schlümpfe neu bei Toonfish - erstmals 100 % originalgetreu an die französischen Alben angelehnt und somit erstmals wirklich komplett. Ausserdem brachte Toonfish im Sommer 2011 anlässlich des neuen Kinofilms ein vorerst einmaliges Kino-Special in den Zeitschriftenhandel, das neben dem Comic Der falsche Schlumpf aus Album 4 auch ein paar Kurzgeschichten, schlumpfige Rätsel und vor allem einige interessante Infos über den Film, seine Macher und die Geschichte der Schlümpfe enthält.

Quelle des Covers: PPM Vertrieb



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