Waffen für Schloss Nottingcheese
"Ooops," stellte Linmer fest, "da hab ich mich wohl mal wieder im Spruch vertan..." Doch es war schon längst zu spät. Ein Goldklumpen mit einem Durchmesser von bestimmt 20 Metern fiel vom Himmel und landete auf der Waffenkammer. Menschen wurden nicht verletzt, aber keine einzige Waffe war mehr brauchbar. Der König war verzweifelt. Was, wenn ausgerechnet jetzt Sir Darknight angreifen würde? Er rief Bruno, Hans und Gustav zu sich: "Traut ihr es euch zu, ohne Waffen eine längere Reise anzutreten? Ihr müßtet nämlich zu Zwerg Knirps reisen, um bei ihm die teuersten aber auch besten Waffen der Welt zu kaufen." - "Kein Problem!" sagte Bruno, "wir sind so gut wie unterwegs!" Doch die Reise sollte sehr gefährlich werden...
Bruno, Hans und Gustav zogen also los. Zwerg Knirps lebte nämliche im Achtgebirge, und das war fast am anderen Ende der Welt. Doch zuvor mußten sie erst einmal durch das Hexenwäldchen.
"Ei-ein Haus aus Lebkuchen!" schrie Bruno plötzlich, "wir müssen sofort weg von hier! Da drin wohnt garantiert eine Hexe!" Doch zu spät. Die Hexe kam aus ihrem Haus und kicherte: "Wie nett! Ich hatte schon seit 200 Jahren keine Gäste mehr zum Essen! Kommt doch herein, Freunde!" - "Das würde Euch so passen, Madam! Nein, wir müssen weiter!" Mit diesen Worten bestiegen Bruno, Hans und Gustav wieder ihre Pferde und entfernten sich. Die Hexe jedoch wurde sehr wütend. "Grrr! Zisch und Schwefel!" fluchte sie, "ich verfluche euch hiermit! Ihr werdet nie mehr aus diesem Wald weg kommen!" Der Fluch selbst war schon schlimm. Aber immerhin hatten die drei Ritter ihn noch gehört und wußten nun Beschied, was los war. Sie irrten zunächst noch ein paar Stunden herum, doch sie fanden wirklich nicht mehr den sonst so leicht findbaren Ausgang. "Moment," überlegte Gustav schließlich, "wenn nicht wir von dem Wald weg kommen, dann muß eben der Wald von uns weg! Und der König wollte ja eh schon lange, daß wir den Hexenwald entfernen!" Gustav entfachte also ein Feuer, so daß ein Waldbrand entstand. "Los jetzt," rief er, "wir müssen uns in irgendeinem Erdloch vor den Flammen in Sicherheit bringen!" Gesagt - getan! Und am nächsten Morgen existierten weder das Hexenwäldchen noch das Hexenhaus und die drei Ritter konnten gefahrlos weiterziehen ins Achtgebirge.
Zur gleichen Zeit passierte die große Katastrophe: Sir Darknight griff tatsächlich mit einer 1000-köpfigen Armee ausgerechnet jetzt an. Die Leute von Schloß Nottingcheese sahen keine Chance.
Der Kampf von Bruno, Hans und Gustav gegen den Riesen Möhrezahl ist nicht erwähnenswert. Er verlief halt wie ein ganz normaler Kampf. Und dann waren die drei Ritter endlich bei Zwerg Knirps und kauften massenhaft Schwerter, Äxte, Morgensterne, Lanzen und auch ein Katapult. Mit dieser Ausrüstung zogen sie langsam und gemütlich zurück nach Nottingcheese. Sie konnten ja nicht ahnen, was da gerade los war...
Ein paar von Darknights Männern waren tatsächlich über die Mauer gekommen. Jetzt war die Lage der Nottingcheeser fast aussichtslos. Doch im letzten Moment kamen Bruno, Hans und Gustav an. Jetzt gab es nur noch ein Problem: Wie sollten die drei die Waffen ins Schloß und somit zu den Rittern von Nottingcheese bringen? Selbst drei Super-Ritter haben keine Chance gegen 1000 normal-starke Ritter. Doch halt! Das Katapult! Gustav legte die Waffen darauf und schoß sie in die Burg. Jetzt konnten die Nottingcheeser Ritter endlich kämpfen und hatten Sir Darknight und seine Bande schnell in die Flucht geschlagen.
Am Abend wurde ein Fest zu Ehren von Bruno, Hans und Gustav gegeben.