Aquapta und die Feen
"Wo bist du, Aquapchen?" Der König wunderte sich. Er war nicht die Art von Prinzessin Aquapta zu verschwinden, ohne ihm was zu sagen. Aber wo könnte sie sonst sein? Ob Darknight sie vielleicht entführt hatte? Da mußte Linmer mit seiner Kristallkugel helfen! "Oho," sagte Linmer, "Majestät, Eure Tochter ist im Reich der Feen. Die Feen haben sie aus irgendeinem Grund entführt. Ich werde Bruno, Hans und Gustav auch ins Feenreich teleportieren, damit die heraus finden können, was los ist."
Im Feenland war alles weiß und vor allem aus Diamanten. Vor allem war es schwer, sich zu orientieren, denn es sah überall gleich aus. Trotzdem kamen Bruno, Hans und Gustav - dank Gustavs Glück - nach ein paar Stunden beim Schloß der Feenkönigin an. "Was seid denn ihr für Witzfiguren?" fragte diese. Die Ausdrucksweise, die sie dabei benutzte, paßte gar nicht zu ihr. Und auch nicht die Tatsache, daß sie die drei Ritter, mit denen sie sonst immer befreundet war, einfach ins Verließ werfen ließ.
Nun war guter Rat teuer. Zuerst einmal mußten sich Bruno, Hans und Gustav wohl befreien. Aber wozu gibt es schließlich Wachen, die man erst etwas unsanft zum einschlafen bringen kann und ihnen anschließend den Schlüssel abnehmen kann...? Nur dummerweise kannten sich die drei Ritter im Feenschloß überhaupt nicht aus. Und nur zufällig kamen sie an eine Zelle, in der jemand saß, den die drei kannten - die Feenkönigin!!
"Ihr hier?" fragte Hans erstaunt, "was macht Ihr denn plötzlich hier? Und warum habt Ihr uns eigentlich vorhin eingesperrt?" - "Das war ich nicht," antwortete die Feenkönigin, "das war die Hexe Sqäriqas." - "Sqä-quäri-qri..." versuchte Hans erstaunt zu wiederholen. "Ja, ich weiß, es ist ein schwieriger Name! Ab jetzt nennen wir sie einfach Sqä! Jedenfalls hat die vor kurzem unser Feenreich besucht, um an unsere Reichtümer zu kommen. Als wir uns - verständlicherweise! - weigerten, ihr die Schätze zu geben, brachte sie mit einem Zauber alle Feen in ihre Gewalt. Mich warf sie ins Verließ und nahm meine Gestalt an. Und Aquapta will sie wahrscheinlich entweder als Unterhaltung oder um Lösegeld zu kriegen." Zuerst einmal wurde die richtige Feenkönigin befreit. Dann schlichen sich die vier zum Thronsaal und versteckten sich zuerst einmal hinter einem mit Diamanten besetzten Vorhang.
Die falsche Feenkönigin, also die Hexe Sqä, ließ sich von allen Seiten bedienen. Nur seltsamerweise wollte sie nicht, daß eine hilfsbereite Fee ihren Zauberstab polierte. "Verstehe," dachte Gustav, "der Zauberstab bringt ihr ihre magischen Kräfte. Wir müssen den Zauberstab irgendwie kriegen - aber wie?" Auch das war kein Problem. Bruno rief einfach ganz laut: "Alarm!!! Die Feenkönigin ist ausgebrochen!!!" Sofort sprang Sqä auf und wollte los rennen, da rannte Hans ganz schnell zu ihrem Zauberstab und zerbrach diesen. Die falsche Feenkönigin verwandelte sich dadurch nun wieder in die häßliche, alte Hexe und alle Feen waren von dem bösen Bann erlöst.
Nun befreite die Feenkönigin noch Prinzessin Aquapta und zauberte diese zusammen mit den drei Rittern und der inzwischen gefesselten Hexe Sqä zurück auf die Erde. Und dort wurde in Schloß Nottingcheese mal wieder ein riesiges Fest gefeiert, das sich Sqä sogar vom Verließ aus anschauen durfte.